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Was ist der Eicheprozessionsspinner? Welche allergischen Reaktionen kann er verursachen?
Sicher haben Sie vom Eichen-Prozessionsspinner gehört, der 2010 erstmalig im Klein-Karbener Wald auftrat. Wegen dieses Befalls hatte der Waldkindergarten während der Sommermonate ein Ausweichquartier bezogen. Jetzt ist Matsche-Pampe zurück im „heimischen“ Wald und hat sich auf die kommenden Jahre gut vorbereitet.
Ursprünglich stammt der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) aus südlichen Gefilden. Er verbreitet sich wegen der Klimaerwärmung aber mittlerweile auch in Deutschland. Für den Menschen problematisch sind die mikroskopisch kleinen Brennhaare dieser Raupe, die sehr leicht abbrechen und mit dem Wind in der Umgebung verteilt werden.
Das Gift, das die Brennhaare enthalten, kann durch Berühren der Raupen oder der frei fliegenden Härchen zu Hautrötungen, Juckreiz, Quaddeln, insektenstichähnlichen Formen oder Augenreizungen führen. Asthmatische Beschwerden sind möglich, wenn die Brennhaare eingeatmet werden.
Foto: R. Altenkamp, Berlin
Leider ist das Gift sehr beständig, so dass zu Boden gefallene Härchen oder die Nester an Baumstämmen noch mehrere Jahre lang bei Kontakt Hautreaktionen auslösen können. Bei Raupenbefall macht man also besser einen Bogen um betroffene Bäume oder Waldstücke. Das gilt vor allem für die Wochen zwischen Ende Mai und Anfang Juli, wenn die Raupen besonders aktiv sind.
Aus diesem Grund hat der Waldkindergarten seinen Bauwagen kürzlich an einen neuen Standort, etwa 200 Meter vom Waldrand entfernt, verschoben. So kann der Kindergartenbetrieb zukünftig während der Monate Mai, Juni und Juli in der Nähe des Bauwagens oder in nicht betroffenen Wald- bzw. Feldabschnitten normal weitergeführt werden.
„Erste Hilfe“ der Stadt Karben
Als Erste-Hilfe-Maßnahme ließ die Stadt Karben in diesem Jahr die Raupen und Nester an Eichen beim Grillplatz im Klein-Karbener Wald absaugen. Für das nächste Frühjahr ist von Seiten der Stadt angekündigt, die Zahl der Eichenprozessionsspinner durch Versprühen eines Bakteriums zu dezimieren. Dank dieser Maßnahmen und des neuen Bauwagenstandorts ist der Waldkindergarten optimal auf die kommende Prozessionsspinner-Saison vorbereitet.
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