|
Mit dem März, so dachten wir, kommt nun endlich der Frühling, aber Winter will uns auch nach dem offiziellen Frühlingsanfang noch nicht aus seinen Fängen lassen.
Die ersten Vorzeichen sind aber inzwischen unübersehbar, auch wenn es heute noch mal schneite. Gestern hatten wir Bilderbuch-Frühlingswetter. Die Vögel singen immer lauter und vielstimmiger und wir haben schon Knospen und grüne Spitzen unter den Blättern vom Vorjahr gefunden. Die Lämmchen unserer Kamerunschafe sind schon über einen Monat alt. Mit getrocknetem Brot haben wir sie angelockt und gefüttert, na ja, zumindest ihre Mütter.
Nebenan beim Teichplatz hatten unsere Jungen viel Freude am zugefrorenen Teich, einen ganzen Tag taten sie nichts anderes als von einer Seite zur anderen zu rutschen.
Lange haben wir uns den Schnee herbeigewünscht und herbeigesungen. Zum Schlittenfahren reichte es nicht so oft, aber es gab weit mehr Schnee als gewohnt. Das Schneechaos in Süddeutschland ist uns zum Glück erspart geblieben. Der Frost hat lange angehalten und wir hatten viele Tage mit Werten unter -5 Grad. Wir machte öfters Feuer und entdeckten unsere Freude an Kakao mit Schlagsahne. Andere Tage haben wir für Spaziergänge zu weit entfernten Plätzen genutzt. Dabei haben wir unsere Füße warmgelaufen, was sonst vor allen bei den Kleinen zum Problem wurde. Wir haben auch viel Schneemann- und Dreiecksfangen gespielt. Fast alle kamen mit der Kälte gut zurecht. Der eine oder andere mußte aber erst mal lernen, daß die Eltern einem nicht umsonst so viele Schichten anziehen wollen.
Wir freuten uns in dieser Zeit auch über die Unterstützung unserer beiden Praktikantinnen, die uns für drei Wochen besuchten. Sv. und Su. hatten dafür, wie alle Schulpraktikanten natürlich, die kälteste Zeit erwischt.
Schön war es, daß wir A. in ihrem neuen Zuhause besuchen konnten. Alle waren ganz begeistert dabei, ihren Glitzerfisch zu gestalten. (Vielen Dank an die Mutter und auch an de großen Bruder, der uns sein Zimmer zur Verfügung stellte.
Am Rosenmontag haben wir K. besucht. Auch ihr Bruder konnte dabeisein. Es gab ganz leckere Sachen zu essen und wir haben Regenmacher-Rasseln gebastelt.
Am Faschingsdienstag war bei uns im Wald verkehrte Welt, es gab lauter Sachen, die wir gerne essen, auf einmal. Kakao mit Sahne, Kräppel und Bratwürstchen mit Brötchen.
Beim Lagerplatz haben wir eine Birke gefällt. Jedes Kind durfte ein Stück absägen. Die Vorschulkinder durften ihren Klotz nach Hause mitnehmen. Bald werden sie daraus eine Glückskugel raspeln. Für die nächsten Vorschulkinder haben wir das Holz im Bauwagen gelagert. Für diese Arbeit waren wir eine ganze Woche auf dem Lagerplatz und haben dabei entdeckt wie schön man dort spielen kann und daß es auch mal schön ist am gleichen Ort das Spiel von gestern fortzusetzen. Die Jungen hatten sich eine Zwergenritterburg aus einem alten Baumstumpf gebaut. Daneben steht eine große Fichte als Ausguck, sonst spielten sie auf dem großen Hügel oder hingen in den Kletterbäumen. Die Mädchen spielten gern in der Fichtenschonung „Schwester, Bruder und Baby“, balancierten über die gefällten Bäume oder kletterten ebenfalls.
Wir freuen uns sehr daß unsere Vorlesefrau wieder gesund ist. Wenn sie es zeitlich und gesundheitlich schafft, kommt sie jeden Mittwoch zu uns in den Wald.
Die Musikschule findet weiterhin jeden Dienstag statt. Die Musiklehrerin hat jetzt auf Wunsch der Eltern die Gruppe in Ältere und Jüngere unterteilt. Alle scheinen mit dieser Lösung zufrieden zu sein.
Mittags sind wir sehr froh über die Wärme im Bauwagen. Öfter bleiben wir nach dem Essen noch ein bißchen drinnen und spielen etwas.
Kindermund:
L. als der Feuerrauch in sein Gesicht blies: „Rauch ist sterblich“
Im Februar haben sich H. und A. während des Anstehens am Wassersack verlobt. H. fragte so nebenbei. Dabei dachten wir alle, daß A. lieber L. heiraten will.
Termine:
Am 5. April werden wir dank der Vermittlung von einer Gronauer Mutter die Feuerwehr in Gronau besuchen.
|
|
„Zwei kleine Wölfe gehen des Nachts im Dunkeln…“ Wir sind zwar mehr wie zwei, die Gruppe ist mit inzwischen 19 Kids fast voll, aber manchmal war es ganz schön dunkel im Wald. Wir hatten wolkenreiche Tage, und auch viel Wind. Das schränkte uns in unserer Platzwahl ein oder wir mussten spontan einen anderen Tagesplatz aussuchen oder gar umziehen, um die Gruppe nicht zu gefährden. So sind wir einmal ganz aus dem Wald raus, weil der Wind immer stärker wurde.
Sonnentage führten uns wieder auf die Wiese. Dort kamen das Schwungtuch und die Klangschale zum Einsatz. Die Kinder genossen zum einen das bewegungsintensive Erfahren mit dem Schwungtuch, durch das Krokodil- oder Katz-und-Maus-Spiel, aber auch das besinnliche, ruhige Erleben mit der Klangschale. Wenn wir zur Wiese gehen ist auch meist der Ball dabei, um Fußball oder Heiße-Kartoffel zu spielen. Die Obstbäume werden mit und ohne Strickleiter bestiegen und in den Gebüschen sind Pferde- und Hundeställe.
Pferd spielen ist immer noch einer der Renner, vor allem seit wir zwei neue Seile von Anne (Betreuerin) geschenkt bekommen haben.
Auch Piraten sind fast immer im Wald mit ihrem Schiff (Asthaufen) unterwegs. Auch wenn der Kapitän mehr mit fernsehen beschäftigt ist, werden Geisterschiffe und Angreifer erfolgreich in die Flucht geschlagen. Alle Piraten sind tapfer und gut versorgt, denn der Schiffskoch hat immer gebratenen Fisch und Wildschwein für alle, und der Steuermann bringt die Mannschaft sicher in den Heimathafen, natürlich zur Pirateninsel. Und dann wird der Schatz untereinander verteilt.
Nicht nur der Heimathafen ist beliebt, vor allem Plätze mit guten Kletterbäumen sind begehrt. Viele Kinder nutzen das Klettern, um sich selbst zu testen, um sich etwas zu trauen, um die Höhe zu genießen, um Seile in die Bäume zu binden, um Erfolgserlebnisse zu haben, um von oben zu rufen: „Tanja, guck mal wo ich bin“, und weil das Klettern Spaß macht. Schön zu beobachten ist, dass inzwischen Kinder, welche motorisch unmotivierter sind, das Klettern als positives Erfahren für sich entdeckt haben; eine tolle Entwicklung.
Es war viel los in der letzten Zeit. Wir hatten viel Besuch von Außen. Es waren Bewerberinnen für Annes Stelle da, wir hatten Schnuppertage für interessierte Familien, Frau Nagel von der Musikschule hat sich vorgestellt, Klaus Kreisel hat uns besucht und Frau Theiß (über den Verein Karben-für-Karben) besucht uns regelmäßig und ehrenamtlich jeden Mittwoch ab 11:00 für ca. eine halbe Stunde, um uns eine Geschichte vorzulesen.
Außerdem gibt es Neues. Es gibt eine neuen Platz, den Hexenplatz und eine neues Kind in der Gruppe: F.; herzlich Willkommen im Waki. Neue Lieder gibt es auch. Im Juni haben wir das Wölfe-Lied gesungen, das inzwischen vom Sesamstraßen-Lied im Morgenkreis und dem Wunderkinder-Lied im Abschlusskreis abgelöst ist.
Nicht nur schönes hat uns begleitet, traurig war Annes Abschied. Viele Kinder, besonders die Schulkinder, haben eine wichtige Bezugsperson verloren. Intensive Beziehungen sind schon wieder getrennt worden, und es wird deutlich, dass dieser Abschied noch lange beschäftigt. Anne wird im Morgenkreis noch mitgezählt, es wird gefragt, wann sie wieder kommt, warum sie weg ist.
Generell wird es durch Annes Abschied bestimmte Angebote nicht mehr oder weniger geben. Die Klangschalen kommen nicht mehr zum Einsatz und auch das fehlende Einbringen im musischen Bereich wird zu spüren sein, sind doch viele Lieder der letzten Monate von ihr mitgebracht worden.
Hier gibt’s noch was Schönes: Wir waren endlich auf der Ronneburg. Ein großer Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Nach einer Burgumgehung und der Entdeckung von Drachenspuren, wer es noch nicht weiß: es gibt natürlich einen Drachen auf der Burg, der Fangdorn heißt, sind wir in den Burghof. Dort haben wir ritterlich an einer Tafel gespeist und von der Mauer weite Späherblicke in das Umland geworfen. Feinde oder gar Angreifer konnten wir nicht erspähen, dafür haben wir Schafe und Kühe auf ihren Weiden gesehen. In der Burg haben wir uns alles angeschaut. Besonders interessant waren die Küche mit der offenen Feuerstelle, die Backstube, das Butterfass, das Klo und die Folterinstrumente. Manch mutiger kleiner Ritter hat dann auch die Streckbank ausprobiert und fand sie danach dann nicht mehr so toll. Die Kinder waren sehr interessiert an vielen Gegenständen, Werkzeugen, Räumlichkeiten, der Schmiede, den Truhen und am Brunnen. Der war besonders spannend, weil man gesehen hat wie tief er ist, wenn das Licht an war und wie tief er ist, wenn man Wasser hinein schüttet und hören musste, wann das Wasser unten aufschlägt. Der Burgpfau war eine weitere Attraktion. Wir konnten gar nicht aus der Burg raus, weil der Pfau uns mit seiner Federpracht den Weg versperrte. Aber den Drachen haben wir dann doch nicht entdeckt.
Aber natürlich war es ein toller Tag und für unsere Arbeit ist es wichtig auch solche Wünsche der Kinder ernst zu nehmen und wenn möglich in den Kiga-Alltag einzubauen. Schade, dass es keine echten Piratenschiffe in der Nähe gibt.
Projekt Wildbienen
Wir haben Anfang des Monats mit der Einführung des Projektes begonnen. Neben einem kurzen theoretischen Einstieg konnten die Kinder verschieden Nisthilfen anschauen und eine Bienenmalvorlage gestalten.
Inzwischen sind wir auch praktisch eingestiegen. Wir haben Nisthilfen aus Dosen und einer Holzkiste angefertigt. Am nächsten Projekttag wird die Holzscheibe mit Löchern versehen. Und am Projektwochenende (wahrscheinlich nur am Sa.10.7. nachmittags) können die Nisthilfen an die jeweiligen Bäume angebracht werden. Es wäre schön, wenn sich vier Elternteile daran beteiligen könnten.
Mit dem Förster ist inzwischen abgesprochen worden, dass es keine größere einzelne Niststation geben wird, sondern, auf seinen Wunsch hin, die Nisthilfen an mehreren Bäumen verteilt angebracht werden.
Mitteilungshefte
Mitteilungshefte sind für uns ein sehr wichtiges Infoorgan. Die allerdings nichts nützen, wenn die Eltern sie nicht täglich kontrollieren. Auch wenn wochenlang nichts darin stand, heißt das nicht, dass in Zukunft auch nichts drin steht. Auch in Eurem Interesse solltet ihr täglich reinschauen, da sonst wichtige Informationen für Euch nicht rechtzeitig ankommen. Auch wir schauen jeden Tag rein.
Kuscheltiere
Bei vielen Kindern haben sich in letzter Zeit kleinere Kuscheltiere und auch Spielsachen in den Rucksack eingeschlichen. Auf Nachfragen bei den Kindern bekamen wir zur Antwort, das würden Mama oder Papa dort rein tun. Ob es stimmt???
Ein kleiner Anhänger außen am Rucksack ist okay, alles was darüber hinaus geht und im Rucksack steckt ist unnötiger Ballast und nimmt Stauraum weg. Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen den Spielzeugtag und in Absprache mit den Betreuern können die Kinder gerne mal ein Spielzeug mitbringen.
Schulkinder
Die Schulkinder werden in den nächsten Tagen ihre Naturtagebücher beenden. Sie werden dann gebunden und ihnen zum Abschied überreicht.
Um weiterhin aufkommender Langeweile vorzubeugen und den Interessen der Kinder gerecht zu werden, wird Joachim (Betreuer) ab nächster Woche immer dienstags kleine Experimente, wie „was schwimmt auf Wasser“, „was passiert, wenn ich eine Papierblume auf Wasser lege“ u.v.m., mit der Schulkindergruppe durchführen.
Aus dem Kindermund
„Das Chamäleon kann seine Hautfarbe verwechseln.“
„Kaulquappen sind wenig erwachsen.“
„Da unten ist die Erde, hier oben ist der Baum.“(3jähriger sitzt im Baum)
„Ich lege die Wurst auf den Freiheitsgrill.“ (3jähriger spielt grillen und Lagerfeuer)
Tanja (Betreuerin bis 2005)
|